Donnerstag, 12. Oktober 2017

Keine Macht den Leseflauten!





Buchmessezeit ist Lesezeit!

Okay, während der Messe liest man eher nicht. Aber die Buchmesse ist im Herbst. Und das ist die Zeit, in der man eingemummelt mit Wärmeflasche und Tee/Kaffee/was auch immer... im Sessel liegen kann. Die Regentropfen prasseln an die Scheiben. Vielleicht gibt es noch ein paar Kerzen. Und das ist dann die perfekte Lesezeit.

Doch was ist, wenn es einfach nicht flutschen will? Wie auch die letzen Tage/Wochen/Monate/Jahre. Die Gedanken wollen einfach nicht beim Buch bleiben. Es nimmt einen einfach nicht mit.

Dafür gibt es ein Wort, das viele Buchliebhaber fürchten: Leseflaute *gruseligeMusik*

Und was nun? Alle Bücher wegwerfen und ab sofort nur noch Serien und Filme schauen? Ist alles verloren? Wird die Welt untergehen? Oder gar Askaban drohen?

Malen wir mal nicht Voldemort den Teufel an die Wand.

Ich habe mir Gedanken zu dem Thema gemacht und ein paar Tipps aufgeschrieben.
Wer im folgenden Post ein Rezept mit 100% Wirksamkeit erhofft, muss ich jetzt schon enttäuschen. Es sind eher Anregungen. Wie ich dagegen kämpfe.
Los geht's!






1. Probier's mal mit Gemütlichkeit!

Eine gemütliche Atmosphäre habt ihr ja schon. Kerzen, Tee/Kaffee/was auch immer..., Sessel,... - ihr wisst schon! Aber wieso geht es dann nicht?

Okay, ich gebe es zu: nur von einer tollen Umgebung lässt sich die Leseflaute nicht abschrecken. Glaubt mir.

Aber ein Versuch ist es trotzdem wert. Probiert es einfach mal woanders. Im Park, Zug, beim Metalkonzert, im Bett, im Pausenraum der Arbeit,...
Da kommen wir auch schon zum nächsten Punkt.



2. Macht es wie Rory Gilmore!

Die meisten von euch werden sie wohl kennen (wenn nicht, fragt Onkel Google). Genau so, wie ihre Vorliebe dafür, immer ein Buch bei sich zu haben. Irgendwann habe ich mir das auch angewöhnt.

Ein Lesegerät für Ebooks bringt es natürlich auch (Reader, Smartphone, Laptop?,...).
Du wirst sehen: in Wartezeiten wirst du es nicht bereuen.

Keine Fliesen im Wartezimmer mehr zählen müssen, wenn man keine Lust auf die Zeitschrift von letzem Jahr hat. Nicht mehr gefühlt stundenlang an der Kasse fast einschlafen. Selbst der Stau scheint sich schneller aufzulösen.

Mit einem guten Buch sieht die Wartezeit viel schöner aus! Da wirst du das Buch zu schätzen wissen.



3. Schätze mal, was Dagobert Duck liebt!

Wenn ich an diese Comicfigur denke, sehe ich ihn durch seine endlose Massen von Geld wälzen. So ähnlich fühle ich mich, wenn ich in Bücherregalen stöbere.

Es ist vielleicht ein Klischee, aber ich liebe den Geruch der Bücher. Das Geräusch der Seiten beim Umblättern. Mit den Fingern über die vielen Rücken fahren. Stapelweise Bücher durch die Gegend tragen (an die Kasse! An die Kasse!). In verschiedene Bücher reinlesen und Wunschlisten schreiben.

Ob es daheim ist, in Büchereien, bei den Regalen von Freunden oder in Büchereien: beim Stöbern in Bücherregalen bekomme ich immer Lust auf Lesen. Irgendwann bleibt man hängen und ehe man sich versieht, wird aus draußen immer dunkler und man fliegt nur durch die Seiten.





4. Flieg in die Vergangenheit!

Vielleicht bist du einfach nicht bereit für ein neues Abenteuer. Es ist nicht jedermanns Sache (meine auch nicht unbedingt): aber versuche doch ein Reread!

Ein was? Ach, das ist ein neumodisches Wort dafür, Bücher zum wiederholten Mal zu lesen. 
So wirst du zwar nicht deinen SUB verkleinern, aber du hast trotzdem Spaß.

SUB? BDSM? Nein, StapelUngelesenerBücher. Viele Leser haben einen. Oder mehrere. Oft wird dieser wahrscheinlich nie zu Lebzeiten auf Null sinken.

Wie auch immer. Viel Spaß in der Vergangenheit deiner Lesegeschichte!



5. Siehe über den Tellerand/Buchrücken!

Viele lesen nur in einem Genre. Aber vielleicht ist dir einfach gerade nicht nach deinem Lieblingsgenre und du weißt es nur nicht?

Also leg deinen Drachen zur Seite und lass dich von Festa entführen....

Bloß nicht! Frag doch einfach mal Freunde, Blogger, Buchhändler und Co.
Lass dich inspirieren und greif nicht wahllos einen Schmöcker einer dir vollkommen fremden Welt. Das kann gut gehen, aber auch total der Reinfall werden. Geh es langsam an.



Langsam...langsam fällt mir auch nichts mehr ein. 
Was sind eure Tipps gegen Leseflauten?


**Die Fotos habe ich übrigens mit Canva.com bearbeitet. Sonst war ich immer bei Picmonkey; will dafür aber erst mal noch nichts bezahlen. Stecke das Geld lieber in Bücher...(&Essen usw...)

***Das erste Foto habe ich selbst geschossen, das zweite ist von Canva und das dritte von Pixabay

Kommentare:

  1. Das sind schon gute Tipps, ein wie ich finde wichtiger fehlt allerdings: Akzeptiere die Flaute! Okay, Buchblogger mit einem Stapel Rezensionsexemplaren können sich das wohl nicht leisten, aber ansonsten gilt meiner Meinung nach: Es ist auch in Ordnung, mal ein pasr Tage oder auch Wochen nicht zu lesen, dann kommt die Lust oft von ganz alleine wieder.

    Je krampfhafter man die Flaute loswerden will, umso mehr setzt man sich oft unter Druck, und Druck hemmt das Vergnügen. Wenn also kein Buch packen will, auch die Lieblingsbücher nicht begeistern und selbst ein Genrewechsel nichts bringt: Erst dann wieder lesen, wenn man wirklich denkt „Ich hab jetzt total Bock auf ein Buch“.

    Liebe Grüße

    Claudia

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    1. Hey!
      Mensch, da gebe ich dir vollkommen recht! Wobei ich sagen muss, dass ich vor dem Bloggerdasein eigentlich keine hatte. Da hatte man mal keine Lust aufs Lesen. Aber es war nicht so frustrierend. Vielleicht ist der Frust bei mir aber auch nur durch die Verpflichtung da. Man will, man sollte irgendwie - kann aber nicht.
      Bin da auf jeden Fall total bei dir. Sehr guter Tipp! 📚
      Lesereiche Grüße, Sara von
      Tastenklecks.de

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Danke, Kleckse! <3