Freitag, 24. März 2017

Requia 1 von Olivia Mae | Rezension





Requia, Kleckse (a quia re, Sara :P )!

Vor ein paar Wochen habe ich das erste Buch der Autorin gelesen: "Shadows". Wer die Rezi gelesen hat, wundert sich wohl eher nicht, dass ich mir "Requia" nicht entgehen lassen konnte. Um so genialer, dass ich es vorablesen durfte! Olivia hat viele tolle Blogger (und mich :P ) ausgewählt, die ersten Schritte in die Welt der Requianer setzen zu dürfen. Was für ein Erlebnis!



Über die Autorin

Geboren im wunderschönen Süden von Österreich wuchs ich umringt von Büchern und Geschichtenerzählern auf. Mein Großvater liebte Münchhausen, meine Mama die Geschichten von Tausend und einer Nacht und mein Bruder die Knickerbockerbande… Wohin ich auch sah, geschriebene Worte begleiteten mich somit von der Kinderstube an. Meine Oma hatte selbst eine lyrische Ader und dank den Investitionen meiner Eltern kam ich bald in den Genuss einer stetig wachsenden Bibliothek, die ich mein Eigen nennen durfte.
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Wie würde es dir ergehen, wenn du erfährst, dass dein ganzes Leben eine Lüge war? 
Dass du kein normales Mädchen, sondern eine Prinzessin von einem anderen Planenten bist? Wenn so dein ganzes Leben auf den Kopf gestellt wird? 
So erging es Yana. Sie wird zur Requianerin und verliert alles, was sie kannte. 
Requia selbst ist geprägt von Leid und Liebe, Dunkelheit und Licht. 
Verschiedene Kräfte die aufeinander treffen und Schicksale, deren Entwicklung ungewiss ist...




Wie fand ich es?


Charaktere

(Gleich vorweg: ich werde hier heute keine Figuren vorstellen; das überlasse ich der Autorin)
In Requia leben ein paar. Ein paar viele. Sie mir alle zu merken, wäre unmöglich gewesen. Deswegen habe ich geschummelt. Die ersten hundert Seiten habe ich immer dann, wenn es mir passte, in eine Tabelle Notizen gemacht. Okay, das war etwas lästig. Aber ich wollte es ja so. Ach ja, ich hätte sie mir sparen können. Denn am Ende des Buches gibt es tolle Hintergrundinformationen. Doch Vorsicht: ich spoilert euch eigentlich damit selbst. Lasst lieber alles auf euch zukommen und stöbert danach erst rein. Unglaublich - wie konnte Olivia sich so viele Figuren ausdenken? Zusätzlich mit ihren jeweiligen Geschichten, Vorlieben, Kräften und was sonst alles noch dazu gehört. Schon allein das finde ich wirklich beeindruckend. Das Rollenspiel kann kommen!
Ich freue mich natürlich besonders auf Marius (<3). Aber jeder einzelne Charakter wird bestimmt echt gut zur Geltung kommen. Wah!! Ich bin schon so gespannt!!




Die Figuren haben alle sehr starke Persönlichkeiten. Selbst in Situationen, in denen andere total ausrasten würden, versuchen sie ihr bestes.

"Sie zog ein letztes Mal an dem Arm, bis er vor Schmerzen ächzte, um danach achtlos über ihn hinweg zu treten und seine Gemächer zu verlassen. Beherrscht, angemessen, aufrecht."
(S. 50)



Aber selbst die größte Tapferkeit kann manchmal nichts mehr helfen. Da bleibt dann nur Hoffnung. Oder auch Gebete.


"Wache über mich, Kleines. Mein Glück ist scheinbar aufgebraucht..."
(S. 68)


Dabei will ich nur etwas still und leise anmerken: "WAS BITTE SCHÖN MACHST DU MIT DEINEN ARMEN FIGUREN, OLIVIA???"
Ahh! Es gab Szenen, da wusste ich nicht, ob ich heulen oder ausrasten sollte. Gut, dass ich mein Handy nicht immer bei mir hatte. Sonst wäre die Autorin nicht glücklich geworden. Liebes, hasse mich nicht. Es ist einfach nur die Wahrheit und berechtigt!
Und ach ja: ich hätte so gerne ein Seelenband (am Liebsten einen wie Marius).



"...war mein Seelenband. Er ist die Hälfte von mir, die ich nie sein kann und ich die, die er nie sein kann. Nicht jeder Seelenpartner wird ein Geliebter oder Ehemann, aber sie zu finden, ist eines der wichtigsten Ziele in unserem Dasein. Und wenn wir sie verlieren, verlieren wir alles."
(S.110)




Schreibstil

Dass es diese Autorin drauf hat, wissen wir ja. Nur deswegen haben wir sabbernd unsere Klauen ausgestreckt. Wir Blogger. Doch wo stehe ich eigentlich? Ich liebe die Komplexität der Geschichte. Es ist nicht einfach nur ein Handlungsstrang, sondern viele verschiedene, die sich auch teilweise überschneiden.
 Ja, die vielen Handlungsstränge verwirren. Sie können die ganz kirre machen. Da wird es richtig spannend und zack...geht es um die anderen Protas. Aber flapsig ausgedrückt: ich steh' drauf. Genauso unverständlich, dass ich es toll finde, wenn meine Lieblingscharaktere leiden. "Waaas?" Genau.


"Ihre Gedärme hatten sich beim Fallen auf ihre Zehen ergossen." 
(S.129)


Hier gibt es keine Samthandschuhe. Aber manchmal darf es gerne härter werden. Dafür stehe ich mit meinen Initialen. Scherz beiseite.
Es ist übrigens so verdammt schwer, über dieses Buch zu schreiben, ohne zu viel zu verraten. Und ich dachte, das wäre bei "Shadows" schwer! Olivia redet nicht viel herum, sondern lässt gleich die Wände wackeln. Man ist sofort in der Geschichte drinnen und bis zum Ende total gebannt!




Gefühl

Ich will dieses Buch wieder und wieder anhören. Also werde ich es mir wohl früher oder später mir selbst einsprechen. Klingt komisch, aber so kann ich mich von dieser Geschichte einlullen lassen. Bei Spaziergängen, beim Putzen, beim Einschlafen - Requia darf mich gerne begleiten!
Eine Szene fand' ich total widerlich. Aber irgendwie hat sie super gepasst. Hat es runder gemacht. Es fällt mir schwer, das zu schreiben. Aber jedes Leid der Figuren haben sie geformt und zu dem gemacht macht, was sie dann wurden. Ohne das Drama wäre es wohl gar nicht so spannend. Und besonders die extremen Momente waren in der Spannung das I-Tüpfelchen.
"Requia" ist eine eigene Welt. Und umso mehr du von ihr liest, umso wirst du ein Teil davon.






Ich mag es, dass es ein bisschen rauer zugeht. 
Dass es nicht vorhersehbar ist und noch dazu voller interessanter Figuren ist. 
Drei Gründe, dieses Buch zu lesen.




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Danke, Kleckse! <3