Montag, 27. März 2017

Die Herzen des Monsieur Leford von Mara Ferr | Rezension





Hallo Kleckse!

Es ist so schwer, etwas über ein Buch zu schreiben, welches man vor einigen Wochen (!) gelesen hat. Eigentlich darf man das gar nicht laut sagen. Es gibt manchmal Bücher, die muss man erst einmal sacken lassen (und dann kommen so viele verschiedene Dinge dazwischen). Sie verwirren und begeistern gleichermaßen. Gehen durch die Haut und jagen einen durch die Seiten.
Zwar war das Lesetempo bei folgendem Buch nicht so schnell, dass man da nach einem Tempolimit verlangen könnte, aber... Schluss mit den Schachtelsätzen.
Ihr wollt wissen, wie mir das Buch gefallen hat? Dann fange ich doch einmal an. Genau. Hier und jetzt - haltet euch fest. Achtung...Klappe 1.!


Über die Autorin

Mara Ferr, geboren 1965 in Österreich, studierte Psychologie und schloss eine Ausbildung zur Pädagogin ab. Später arbeitete sie als freie Lektorin und beschäftigte sich mit journalistischer Pressearbeit, bevor sie ihren ersten Kriminalroman veröffentlichte. Das Paris abseits glamouröser Flaniermeilen inspiriert sie bei ihren regelmäßigen Reisen stets zu neuen Romanideen.
Quelle: Autorenseite bei Emons
Tredition: Klick




Monsieur Leford ist Commandant der französischen Staatspolizei im Ruhestand. 
Wenn man sich sein Leben lang mit der Auflösung von kniffligen Kriminalfällen befasst hat und selbst nach Feierabend immer noch tief drin gesteckt hat... dann ist es klar, dass Rente in diesem Fall eine andere Bedeutung bekommt. 
Doch nicht, wie ihr denkt.
Oh nein!
Täglich ein Cafe au lait im Cafe, danach dies und jenes umrahmt von einem Leben mit seiner Frau. Ein Gewohnheitsmensch. Auch mit seinem Expartner und besten Freund trifft er sich noch regelmäßig.
Tag für Tag die gleiche Routine. 
Bis ein Artikel aus der "Le Monde" ihn in den Wahnsinn treibt.
So wird der Jäger zum Gejagten...




Schreibstil

Eine Mischung zwischen leicht und anspruchsvoll. Dazu eine leicht blumige Sprache. Einfach so, wie man "typisch französische Bücher" kennt. Der Anfang war etwas gewöhnungsbedürftig. Sobald ich mich an die Figuren gewöhnt habe, war ich gut dabei. Wie ihr vielleicht wisst, bin ich eigentlich kein Krimileser. Mara Ferr hat es aber geschafft, dass ich mitgerätselt und mich aufgeregt habe.
Die Entwicklung der Hauptfigur war wirklich sehr interessant zu beobachten. Spannend und schockierend gleichermaßen!



Figuren

Während mir Monsieur Leford anfangs durch die Eigenschaften eines Gewohnheitsmaßen eher unsympathisch wirkte, änderte selbst und besonders seine Wandlung nicht viel daran. Wer es gelesen hat, weiß wohl ganz genau, was ich meine. Sonst ist es ja eher so, dass man eher Probleme hat, einer Geschichte zu folgen, wenn man sich mit dem Protagonisten nicht identifizieren kann. Das war bei dem Buch aber nicht so. Wobei - ist das denn nicht sowieso eher bei Jugendbüchern so? Wie auch immer.
Was seine Frau angeht, war ich im Laufe der Geschichte nicht weniger überrascht. Aber ach - da darf ich auf keinen Fall in´s Detail gehen.
Aus diesem Grund überlasse ich es auch euch, die andere Figuren kennen zu lernen. Mit all ihren Eigenarten und ihren Beziehungen zueinander.
 


Gefühle

Zu Beziehungen gehören natürlich auch Emotionen. Doch welche hatte ich bei diesem Buch? Gute Frage. Wut, Staunen, Ekel, Freude. Ich denke, das trifft es ungefähr. Wobei - streicht die Freude. Mit was man die einzelnen Gefühle verbinden kann, werdet ihr dann bestimmt merken. Kleiner Tipp: hat mit der Hauptfigur zu tun.



Idee

Echt mal was anderes, aus der Sicht des Kriminalisten zu schreiben, der kriminell wird. Jedenfalls fällt mir da gerade keine vergleichbare Geschichte ein. Denn Dexter ist zum Beispiel ja seit der Kindheit schon so und hat...aber es geht hier nicht um ihn.
Die Wendung im letzten Abschnitt kam für mich sehr überraschend. Aber vielleicht fehlt mir da auch das "Knobler- Gen"...
Das ist wohl auch der Grund, wieso ich... hm. Nein, da sag' ich lieber nichts dazu. Viel Spaß beim Lesen!




Fast schon ein Must-read für Liebhaber der französischen Krimis 
(besonders, wenn diese aus der Reihe tanzen dürfen) ...


Kommentare:

  1. "Fast schon ein Must-read für Liebhaber der französischen Krimis" ... Danke für die schöne Rezension. Das Buch werde ich mir mal näher anschauen, das ist bestimmt etwas für meine Frankreich-Krimi-Fans in meiner Bücherei.

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    1. Mach das! :) Ich finde die Bezeichnung "Must-read" allgemein schwierig. Deswegen auch nur "fast". Es ist auch zusätzlich nicht unbedingt ein typisch französischer Krimi, was ich aber auch nicht schlecht finde. Ganz im Gegenteil. Also in meine Bücherei stelle ich es nächste Woche ein. ;-)

      Liebe Grüße, Sara

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Danke, Kleckse! <3