Dienstag, 31. Januar 2017

"Das Haus vom Stein" von Amy Ewing | Rezension




ACHTUNG: NUR LESEN, WENN IHR SCHON TEIL EINS VERSCHLUNGEN HABT!!!


Hallo Kleckse!

Ihr habt vielleicht mitbekommen, dass ich vom ersten Band "Das Juwel" echt begeistert war. Also musste der zweite Band auch gleich her. Der war dann natürlich auch ganz flott gelesen. Oh nein, die Rezi werdet ihr hier wohl eher nicht finden. Mir ging es danach ja nicht so gut (meine Erkältung und ich waren eine Woche ziemliche dicke...) und dann war es zu spät. Nicht, dass ich kaum noch etwas zu dem Buch wüsste. Aber all zu viel fehlt mir zur Bewertung dann doch nicht ein.
Jedenfalls war auch dieser ganz schnell gelesen. Wie auch diese Kurzgeschichte hier. Und zwar in der Lesenacht nach der Lesenacht. Wie das eben so ist. Wenn man eine Lesenacht hostet, kommt man erst nach der Veranstaltung zum Lesen. Und jetzt sitze ich hier in der Bücherei mit der zweiten Tasse Kaffee und schreibe aus immer noch verschlaffenen Augen diese Rezension. Los geht´s!








Dieses Mal steht Violets beste Freundin Raven im Mittelpunkt der Geschichte.

Wie auch Violett ist sie ein Surrogat. Also eine Leihmutter des Adels. 

Gekauft vom Haus vom Stein. 

Und damit steht ihr eine Zukunft der übelsten Sorte bevor...


Die Autorin

Amy Ewing ist selbst ein großer Fan von Fantasyliteratur. Sie ist in einer Kleinstadt bei Boston aufgewachsen, hat Kreatives Schreiben in New York studiert und lebt in Harlem. 
Bei FISCHER FJB erschienen die ersten beiden Bände ihrer ›JUWEL‹-Trilogie, die große internationale Erfolge und SPIEGEL-Bestseller waren.


Grausam. Nicht schlimm genug, dass der Adel kleine willenlose Mädchen als Brutkasten missbraucht. Folgende Figur kann euch von viel Schlimmeren ein Liedchen singen.



Charaktere

Die arme Raven hat als Nummer 191 ein schlechtes Los gezogen. Denn sie kam dadurch in die Hände einer nicht nur geringfügig sadistischen Dame. Die einen Verschleiß an Surrogat hat wie andere an Männern. Oder Kaffeepads. Genau. Sagen wir Kaffee. Die Jungs lassen wir mal bei den #unfolders. Wie auch immer. Wenn es eine schafft, nicht in die Sammlung der verloreren Opfer zu kommen, dann das Mädchen mit dem Vogelnamen. So viel sei gesagt: das erfahrt ihr erst im zweiten Band.
In dieser Kurzgeschichte erleben wir Raven und ihre besondere Art. Von mutig bis töricht. Wenn euch jemand in einen Käfig steckt und auf übelste Weise zurichtet, würdet ihr euch wären? Schlotternd vor Kälte, die Angst tief in den Knochen? Wenn eigentlich schon alles verloren scheint..würdet ihr euch dann wie Furie auf euren Feind werfen? Da hilft es doch auch nichts, wenn es ein wortwörtlich goldener Käfig ist. Ein goldener Käfig in einem goldenen Käfig. Herrlich. Nicht! Ich würde mich verdammt noch einmal  zu nichts trauen. Aber ich heiße ja auch nicht Raven. Unglaublich dieses Mädel!
Da ist sie in den Händen einer mächtigen Mitglieds der Gründungshäuser. Das Surrogat weniger als Leihmütter, sondern eher als Versuchskaninchen sieht (in der Art:"Was für ein Spaß, mit dem Ding zu experimentieren! Wenn es das nicht überlebt, nehmen wir das nächste."). Also da würde ich mich als Raven garantiert nicht so verhalten. Besonders, wenn man bedenkt, dass diese seltsame Adlige in der männlichen Zofe Frederic einen treuen Handlanger gefunden hat. Dem geht bei den Experimenten wohl auch einer ab. Der mag das auch.

"Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich meinen, du wirst gern bestraft."
 Seine Stimme klingt irgendwie lüstern... (S.22)

Ganz anders ist da der jüngere Emile. Ebenfalls Zofe und durch den Verschleiß der Gräfin wohl einiges gewohnt.
Doch irgendwie hat er Mitleid. Das Raven natürlich nicht so gerne sieht. Unser Mädchen. Stark und eigensinnig!


Idee

Zur Überbrückung bis zum nächsten Band diese Kurzgeschichte vor die Füße zu werfen, ist ja mal eine Strategie. Irgendwie auch dreist. Da bin ich dabei!
Raven ist ein richtig interessanter Charakter. Toll, dass sie dieses Mal im Mittelpunkt steht.


Gefühl

Nichts für schwache Nerven! Ihr glaubt gar nicht, wie sehr ich mich aufgeregt habe. Besonders über die Gräfin und den älteren Zofen. Die stehen im Duden neben "Sadist". Schlagt doch nach! Wenn es da nicht steht, habt ihr wohl eine andere Ausgabe. Wie auch immer. Auch bei Ravens Verhalten ist mein Adrenalinspiegel ziemlich hoch gestiegen.

"...aber ich nehme all meine Kraft zusammen, reiße den Kopf zur Seite und schlage die Zähne in ihren Daumen." (S.42)

Was bin ich froh, dass sie ab und zu Violet sehen durfte. Denn so konnte sie zumindest ab und zu Hoffnung schöpfen. Ihre Worte. Leider finde ich gerade kein Zitat dazu. Sie war jedenfalls ihr Lichtblick. Daran konnte sie sich klammern.



Schreibstil

Ich habe ja gesagt, dass die Gräfin einen hohen Verschleiß hat. Habe ich auch. Nur an Kaffeepads. Schuld ist die Autorin! Also ehrlich!! Muss das so spannend sein? Locker und fluffig wie der russische Zupfkuchen, der vor meiner Nase steht...stand. Das ist der Schreibstil von Amy Ewing. Mein Bookhangover, über das ich mir gestern und vorgestern noch Sorgen gemacht habe, hatte da keine Chance mehr.






Wer Band 1 gelesen (und geliebt) hat und mehr über Raven erfahren möchte, liegt mit dieser Kurzgeschichte genau richtig. Viel Lesevergnügen! Oder so.



Hier geht es zur Rezi von Band 1:



Panemchallenge17
Passend zu Thema Luxuswaren/Reichtum: Ja.
Die Geschichte spielt in der Welt des Adels. Und deren Reichtum und damit verbundenen Werte stehen im Mittelpunkt.

Kommentare:

  1. Hallöchen :) ♥
    Ich entschuldige mich schon mal im Vorfeld dafür das ich dir jetzt ganz frech ein Link dalasse, aber ich veranstalte diesen Samstag (04.02.2017) eine Lesenacht auf meinem Blog und es würde mich unglaublich freuen wenn du dabei wärst und mitmachen würdest! ♥
    Wenn du möchtest kannst du ja mal hier klicken: ♥ Klick ♥
    Alles Liebe! ♥

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    1. Huhu!
      Dann sehe ich es ja rechtzeitig! :D Will mein Buch fertig lesen, weil ich es so toll finde und wissen will, wie es ausgeht...<3
      Werd mein Bestes versuchen, morgen dabei zu sein!
      LG, Sara

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Danke, Kleckse! <3