Donnerstag, 1. Dezember 2016

Wenn mit Geschichten um sich geworfen wird... | Seitenglanz auch im Billigformat?





[Es geht hier vorangig nicht um vorläufige Aktionen, sondern Ebooks, die immer sehr günstig sehr angeboten werden. Also durchgängig für 0,99 ct.Ich möchte keine Autoren angreifen. Es geht mehr um den Preis, als um den Inhalt]



Hallo zusammen!


Der Traum vom eigenen Buch

Es ist von vielen Menschen der Traum, ein Buch zu schreiben. 
Seinen eigenen Gedanken auf's Papier zu bringen. Eine eigene Welt zu erschaffen; mit Figuren nach Wunsch und liebevollen Details. 
Der Traum, sich zu verwirklichen. 

Natürlich ist es auch gewollt, dass die tollen Werke gelesen werden. Hat man doch so viel Zeit und Herzblut reingesteckt. 

Wie viele wissen, ist es nicht einfach, von einem Verlag genommen zu werden. Plattformen wie Amazon, Neobooks und Co. machen es da natürlich dem zukünftigen Autor leichter. Wobei auch das natürlich nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollte.  Denn dann bleiben Bearbeitung, Lektorat,  Vermarktung und Co. am Schriftsteller selbst hängen (wenn er es nicht in Auftrag gibt). Doch ist es auch der Traum, sein eigenes Wörterbaby für wenig Geld zu verschärbeln? 

Klar, Fortsetzungsgeschichten in Zeitungen und Groschenromane gibt es schon lange. Demnach ist es nichts Neues, dass Geschichten auch billig zu erwerben sind.
Damals gingen diese Heftchen massenhaft über die Kiosktheken. Cowboys, Aliens, Detektive. Das waren nur ein paar der Dinge, die darin eine Rolle spielten und irgendwie als Sehnsuchtserfüllung dienten.  Neben Radio und Fernsehen eine billige Alternative. 

Am bekanntesten ist wohl heutzutage Perry Rhodan, dessen Auflage mittlerweie in die hohen Tausender geht und mit denen man sich eigentlich schon gut die Zeit auf einer einsamen Insel vertreiben könnte.

Sind billige Ebooks die neuen Groschenromane


Schnäppchenjäger gibt es auch unter den Leseratten! Natürlich nutzen z.B. neue Autoren das als Möglichkeit, auf sich aufmerksam zu machen...





Rauchende Preise?

In der Regel kosten Taschenbücher knapp 10 € - um genau zu sein: 9,99 €, im größeren Format (Paperback) ca. 15 € - also meist 14,99 € oder 16,99€ und gebundene Bücher an die 20 €.

Es gibt natürlich auch viele Abweichungen. Darum soll es aber jetzt nicht gehen. 
Wenn man in die (neue) Bücherwelt absteigen möchte, muss man normalerweise den Wert von ein bis vier Zigarettenpackungen ausgeben.
Viele Raucher kaufen sich täglich mindestens eine Packung. 
Im Vergleich dazu könnte man sich also statt der Zigaretten ein gebundes Buch in der Woche leisten und hätte sogar gespart. Abgesehen von Lungenkrebs und der anderen Wehwehchen auch ein bisschen Geld. 

Nun ist es aber so, dass sich doch welche beschweren. Bücher wären so teuer.



Ich muss schon zugeben, dass der Vergleich hinkt. Man kann Bücher und Zigaretten einander nicht wirklich gegenüber stellen. Auch wenn doch beides Suchtpotential hat. Und trotzdem: wenn jemand bei "übertrieben starken Gebrauch" belächelt wird, dann sind es eher nicht die Raucher. 
Jetzt höre ich aber auf damit. Zu meinem Bekanntenkreis gehören auch Zigarretenliebhaber und will nicht, dass sie mich falsch verstehen. Ich habe hier lediglich meine Gedanken niedergeschrieben. 

Wenn letzteres Selfpublisher veröffentlichen, geraten sie und ihre Geschichten in Bezug auf die Preise in Kritik. 
Eine interessante Diskussion dazu gab es vor wenigen Tagen in einer Internetgruppe. 
Vor ein paar Tagen gab es im Internet dazu eine interessante Diskussion, angeleiert vom Autor "Reinhard Kratzl"




Contra
  • "Ich habe zwei/drei davon gelesen. Ist eher enttäuschend, da kaum in die Tiefe gegangen wird. Oberflächlicher Kram. Denke, ein Versuch, schneller Geld zu machen. Meine Bücher haben nun auch nicht 400 Seiten. Aber ich lass´ die Finger von allem, was weniger als 100 Seiten hat." [Leserin & selbstständige Autorin]
  • "Ich kaufe eigentlich prinzipielle keine Bücher unter 300 Seiten weil es mir sonst einfach zu wenig ist." [Leserin] 

 
Pro
  • "Ich find es deshalb eigentlich ganz gut, weil ich z.B. momentan leider überhaupt nicht zum lesen komme(...). Länge heißt nicht gleich Qualität. In wenigen Sätzen steckt manchmal mehr, als in ganzen Seiten." [Leserin]
  • "Wenn es regelmäßigen Nachschub gibt, find ich das mal ganz nett..." [Leserin] 




Meine Meinung?

Aus meinem Beitrag konntet ihr wohl 'rauslesen, dass ich eher gegen billige Ebooks bin. 
Schon alleine, weil sie den Standart/das Niveau stark sinken lässt. Wir assozieren nun doch günstig mit weniger Qualität. 
Und das muss aber gar nicht automatisch der Fall sein. Zusätzlich kommt hinzu, dass Preise verglichen werden und "teuere" Ebooks gegenüber den billigeren im Nachteil sind. 

Ich verstehe nicht wirklich, dass man zu den günstigeren Werken greift, um einen Einblick in den jeweiligen Schreibstil zu bekommen. Dafür wären mir sogar ein paar Euro zu viel. 
Lieber würde ich zu Leseproben oder dem Büchereibuch greifen. Dann hat man letzendlich sogar mehr Geld übrig und kann sich statt der eventuellen Fehlgriffe ein hochpreisigeres Exemplar leisten. Aber bitte nicht so teuer wie ein Printbook.

Die sind mir letzendlich sowieso viel lieber. Deswegen bin ich auch eine treue Büchereikundin; gehöre seit 13 Jahren zum Team und es ist irgendwie mein zweites Zuhause. In einer Buchhandlung arbeite ich auch. 
Verständlich, dass da viel Papier in meine Wohnung kommt. Trotzdem bleibt mein Tolino nicht unbenutzt. Meist sind es aber Bücher der Onleihe oder Leseexemplare, die darauf herumwuseln. Wenn ich aber dann doch mal digitale Geschichten kaufen würde, dann würde ich auch lieber günstigere bevorzugen. Rein vom Gefühl her.  

Doch eigentlich sollte ich es lieber lassen. Lieber ein paar Euro mehr drauflegen. So haben die Autoren am Ende auch mehr davon (z.B. erhält man bei Amazon ab 2,99 € 70% des Honorars).




Was ist euere Meinung zu dem Thema? 

Kommentare:

  1. Huhu,
    ein Thema, das noch häufig die Gemüter erhitzen wird.
    LieGrü
    Elena

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    1. Hey!
      Oh ja! Da hast du vollkommen recht. Verstehe beide Seiten. Und bin auf die Entwicklung in den kommenden Jahren gespannt!
      LG, Sara

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  2. Ich finde schon, dass (Print)-Bücher in den letzten Monaten um einiges teuerer geworden sind. Da mein Gehalt leider seit Jahren nicht gestiegen ist, bekomme ich das zu spüren und muss schon genauer überlegen, was ich kaufen möchte. Auch bei den Geschenkekörben für die Kinder merke ich das. Habe ich früher gesagt "Nur bis zu 10€" fällt mir nun auf, dass sie dafür kaum noch ein Buch finden. Die meisten starten bei 12,99€
    Im eBook-Bereich kann ich dazu nicht viel sagen. Meiner Meinung nach verkaufen sich viele Autoren mit Büchern für 1,99€ und Umsonstaktionen unter Wert. Teure eBooks kaufe ich allerdings tatsächlich eher von Autoren, die ich schon kenne.
    Genau wie du bin ich allerdings auch fleißige Büchereigängerin und da ich nicht mehr jeder Neuerscheinung hinterher hechel, reicht das meist auch aus. :-)

    Liebe Grüße
    Mona

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    1. Hey Mona!
      Die TBs kosten bei uns in Deutschland ca. zehn Euro. Genauer: 9,99 oder 8,99 und ähnliches. Klar, dass neue Bücher in Buchläden nicht hinterhergeschmissen werden.
      Würde wohl euch keine teuren Ebooks kaufen,dass mit dem "unter Wert verkaufen" sehe ich trotzdem bei den billigen auch ebenso.
      Letzendlich macht es ja die Mischung. Schön, dass du dabei die Bücherei zu schätzen weißt!

      LG, Sara

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  3. Ich finde dass sich so billige Ebooks unter Wert verkaufen. Aber ich finde es ist eine schöne Sachen um Kurzgeschichten etc. auf den Markt zu bringen. Da würde man als Print wohl für eine 20 Seiten Geschichte keinen Käufer finden, aber als Ebook, für 1 bis 2 Euro, ist das sehr schön für Fans oder um auch mal was Kürzeres zu lesen. Weniger schön ist es allerdings, wenn dann ganze Bücher mit 300 Seiten für 2 Euro hinterher geworfen werden. Das finde ich problematisch. Denn 1. Verkauft man als Autor ja seine Schreibleistung und ich finde die Leistung sollte auch honoriert werden, immerhin hat man vielleicht Monate an so einem Buch gearbeeitet. 2. Niedrige Preise werden mit niedriger Qualität assoziert. Viele Autoren denken vllt, dass sie mit den Billig-Ebooks mithalten müssen, aber stellen sich dann Selbst ins aus, denn man erwartet dann auch eine niedrige Qualität. Ich finde seine eigene Arbeit sollte einem auch ein bisschen Stolz machen und darf ruhig etwas wert sein.
    Ich finde sowieso dass Bücher viel zu billig verkauft werden und Autoren können selten vom Schreiben leben. Das ist schade. Ich finde diese Arbeit benötigt mehr Anerkennung. Bücher sind irgendwie eine Konsum- Ware, aber niemand hat Bedenken zuviel Geld für Zigaretten auszugeben und eine Schachtel am Tag zu rauchen, aber ein Buch für 10 Euro, an dem man viele Stunden liest, wo monatelange Arbeit hinter steckt, ist zu teuer...

    Groschen-Romane gab es schon immer, wahrscheinlich ist dies nun der neue Trend dazu.
    Nagut, aber ich denke bei diesen Billig-Ebook macht es dann einfach auch die Masse. Die schwimmen dann auf dieser Welle mit, schreiben etwas grausiges was gerade gefragt ist, und machen dann ihr Geld. Eigentlich auch legitim, aber ich sehe es trotzdem auch kritisch.

    Besonders die Rufe danach, dass Ebooks zu teuer sind und die ganze Preisdrückerei. Ich kenne Selbst Zeiten, wo ich wirklich kein Geld hatte und keine Bücher kaufen konnte, da habe ich dankbar Bibliothek und Flohmärkte genutzt. Es gibt ja zum Glück genug Möglichkeiten. Und heute freue ich mich darüber, dass ich Geld für Bücher ausgeben kann und unterstütze sehr gerne meine Autoren durch den Kauf. Und manchmal finde ich ist ein Buch, sehr viel mehr Wert, als dass was ich bezahlt habe.

    Ja es ist irgendwie ein Balance Akt, auf der einen Seite möchte man natürlich, dass Autoren für ihre Leistung bezahlt werden, auf der anderen Seite, ist es dann je nach dem wieviel man verdient und wieviel man liest, doch schwer, das finanziell zu machen. Ein schweres Thema.

    Liebe Grüße, Anja

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Danke, Kleckse! <3