Mittwoch, 13. April 2016

"28 Tage lang" von David Safier, gelesen von Maria Koschny || Rezension





Hallo ihr Lieben!

Viele von euch kennen das Buch wohl schon. Ich habe bis jetzt vom Autor noch nicht viel gelesen. Nur "mieses Karma", was ich nicht so wahnsinnig toll fand. Lustig, aber nicht so toll, dass ich die anderen Bücher lesen musste. Aber die Sprecherin find ich richtig toll. 
Ich muss zugeben, dass ich sie aber erst seit "Tribute von Panem" kenne.

Weil ich ja Hörbücher liebe und Spotify es verfügbar hatte, wollte ich es mir unbedingt anhören!!




Worum geht es?



Warschau 1943: Die sechzehnjährige Mira schmuggelt Lebensmittel, um im Warschauer Ghetto zu überleben. 
Als sie erfährt, dass die gesamte Ghettobevölkerung umgebracht werden soll, schließt sich Mira dem Widerstand an. 
Der kann der übermächtigen SS länger trotzen als vermutet. 
Viel länger. 

Ganze 28 Tage. 

28 Tage, in denen Mira Momente von Verrat, Leid und Glück erlebt.

28 Tage, in denen sie sich entscheiden muss, wem ihr Herz gehört.


28 Tage, um ein ganzes Leben zu leben.


28 Tage, um eine Legende zu werden.



Markiere den folgenden Abschnitt, um den eventuell nicht spoilerfreien Text zu lesen:
Sie lebt im Warschauer Ghetto. 
Es ist zwar ein Gefängnis, aber irgendwie auch ihre Heimat. 
Ihre Mutter ist seit dem Tod ihres Vaters nicht mehr die Alte. Es liegt an Mira, sie und ihre Schwester Hannah zu versorgen. In diesen Zeiten bleibt ihr da nur das Schmuggeln. Eine gefährliche Angelegenheit. Als sie in die Hände von Feinden gerät, wird sie von einem fremden Jungen gerettet. Seitdem will er ihr nicht aus dem Kopf gehen. Doch ist noch ihr Freund Daniel, der in Janusz Korczak Waisenhaus lebt. Der Daniel, der so viel besser ist als sie selbst. 
Eines Tages soll das Warschauer Ghetto aufgelöst werden. Nun ist so vieles wichtiger als nur die Liebe....



Über den Autor



David Safier ist für seine lustigen und leichten Bücher bekannt. Unter anderem sind das "Jesus liebt mich", "Plötzlich Shakespeare" und "Mieses Karma", das mittlerweile sogar einen Folgeband hat.


Über die Sprecherin

Maria Koschny ist wohl den meisten von euch durch ihre Synchronisation bekannt. Denn sie ist die deutsche Stimme von Jennifer Lawrence!
Darüber hinaus hat sie aber auch noch viele andere Hörbücher gesprochen und ihre Stimme in bekannten Serien und Hörspielen eingesetzt!





Wie fand ich es?







Wenn ich Bücher über das Thema gelesen habe, waren das eher Sachbücher. 

Irgendwann hatte ich dann ehrlich gesagt "die Schnauze voll". 

In unser heutigen Situation ist es aber nicht schlecht, sich wieder zu sensibilisieren. 

Dass es auf Spotify verfügbar ist und es Maria Koschny liest, waren für mich zwei gute Gründe, das Hörbuch anzuklicken.





Das Buch ist eine Mischung von Fiktion und Wahrheit. 
Den Pädagogen Korszac gab es wirklich und auch die Schauplätze sind real.

Trotz allem liest sich das Buch eher wie einen Roman. Spannend, mit interessanten Charakteren. Natürlich ist einem nicht jede Person sympathisch. Die Protagonisten schließt man sehr schnell ins Herz. Die mutige Mira, der fürsorgliche Daniel, die tapfere Hannah und viele andere starke Personen. Innerhalb der Handlung entwickeln sie sich sogar. Ob zum Guten und wie, lasse ich hier natürlich offen. 
Der Autor lässt aber kein "Schwarz-weiß-denken" zu. Auch die Beweggründe der Nazis werden durchleuchtet. So auch die eines Familienvaters, der das "sich Anschließen" als einzigen Weg gesehen hat. Und auch die Juden, die sich gegen das eigene Volk richten, bleiben nicht unerwähnt. 
Parallel zu dieser Geschichte gibt es noch eine andere Welt, die in diesem Buch auftaucht. Eine, die Hannah zum Leben erweck(en)(t) lässt. (<-Spoiler in weißer Haube)
Die Beschreibung der zwischenmenschlichen und tatsächlichen Kämpfe der Personen ist wirklich gut gelungen. Ich habe mitgefiebert und das Hören des Hörbuchs beinahe dem Schlaf vorgezogen.

Maria Koschny ist die richtige Wahl gewesen. Irgendwie schafft sie es, dass man zwischenzeitlich denkt, dass sie von ihren eigenen Erlebnissen erzählt! 

David Safier hat alles sehr authentisch beschrieben. Trotz der schrecklichen Geschehnisse ist das Buch jugendfreundlich erzählt. Ich empfehle es auf jeden Fall gerne weiter! 






Warmherzig, erschreckend und spannend!


Links
Janusz Korczak

Kommentare:

  1. Hallo Sara,
    zufälligerweile habe ich 28 Tage lang vor ein paar Tagen auch gelesen, allerdings in Printform. Und ich fand es, genauso wie du, einfach grandios gut. Hätt es auch beinahe dem Schlafen vorgezogen. ;)
    Mich hat die ganze Geschichte so mitgenommen und emotional bewegt, es war einfach fürchterlich tragisch, was damals alles vorgefallen ist ... und das zu lesen, hat mich wirklich mitgerissen.

    Ich habe "Mieses Karma" und "Plötzlich Shakespeare" auch schon gelesen - beide waren in meinen Augen lesenswert, aber an "28 Tage lang" kommen sie dann doch nicht ran. ;)

    Alles Liebe,
    Janine

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    1. Hey Janine!
      Erst einmal danke für dein Feedback!! Das freut mich immer so sehr!! :D
      Finde es toll, dass du es auch so gut fandest...vielleicht sollte ich Davids anderen Büchern auch eine Chance geben.
      Es war ja nicht so, dass man die Ereignisse nicht schon kannte. Man wird ja beworfen mit dem Thema. Aber durch so eine Geschichte wird es irgendwie greifbarer, man fühlt sich mittendrin.

      Ich wünsche dir noch eine schöne Woche!!

      Schöne Grüße, Sara

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