Sonntag, 10. Januar 2016

"Small World" von Martin Suter

Small World von Martin Suter

  • Titel: "Small World"
  • Autor: Martin Suter
  • Taschenbuch: 336 Seiten
  • Verlag: Diogenes
  • ISBN-13: 978-3257230888




Hallöchen!

Pierre aus der "Zeilenspringer"-Gruppe hat eine Challenge ausgerufen. 
#eatyourbookslikechocolate
Sie dient dem Abbau des SUB-Stapels, der bei vielen größer und größer wird. Ich bin da auch keine Ausnahme. Wo kommen bloß all diese Bücher her? Frag ich und pfeife dabei in die Luft.
Für mich kommt die Challenge wie gerufen. Mein SUB (=Stapel ungelesener Bücher) wird größer und größer. Anstatt die Bücher zu lesen, die schon im Regal stehen, hole ich mir immer neue Schätze. Oder es flattern Leseexemplare und Rezensionsexemplare ins Haus. Und dann ist da noch die Bücherei (...)
Damit meine lieben Mitbewohner in Papierform nicht in Vergessenheit geraten, hole ich sie nach und nach endlich hervor. Den Anfang macht "Small World", ein bekanntes Werk des Züricher Autors Martin Suter.



Klappentext


Das Leben des reichen Fabrikantensohns Thomas Koch und das seines ärmlichen Freundes aus Kindertagen, Konrad Lang, hat sich nie sehr weit auseinander entwickelt.
Konrad war stets zur Stelle, wenn Thomas nach ihm verlangte. Mittlerweile sind die beiden sechzig und Konrad hat immer mehr Probleme mit seinem Kurzzeitgedächtnis. Nachdem er das Ferienhaus der Familie Koch aus Unachtsamkeit abbrennen ließ, reist er zu Thomas, da ihn immer mehr Kindheitserinnerungen plagen. Die betagte Mutter von Thomas, Haupt der Familie und unumschränkte Alleinherrscherin, möchte um keinen Preis, daß die Vergangenheit nochmals heraufbeschworen wird -- aus gutem Grund. Quelle: Amazon


»Martin Suter gilt als Meister einer eleganten Feder, die so fein geschliffen ist, dass man die Stiche oft erst hinterher spürt.«Westfalenpost
Geblieben ist mir das Buch "Erinnerung".

Artinger, Heidi Maria


Über den Autor


Martin Suter wurde 1948 in Zürich geboren, ist Schriftsteller, Kolumnist (er schreibt die wöchentliche Kolumne »Business Class« in der »Weltwoche« und die Geschichten um Geri Weibel im NZZ-Folio) und Drehbuchautor. Bis 1991 verdiente er sein Geld auch als Werbetexter und Creative Director, bis er sich ausschließlich fürs Schreiben entschied. Suter lebt mit mit seiner Frau in Spanien und Guatemala.
Quelle: krimi-couch



Bewertung




Martin Suter hat mich mit seinem Werk beeindruckt. Der Nachklang der Geschichte war sogar noch besser als das Buch selbst. Wenn auch nach vielen Leserstimmen das Buch durchweg spannend sei, muss ich sagen, dass ich ein paar Tage an der Lektüre gehangen habe. 



Es hat, wie viele Bücher aus dem Diogenes Verlag, einen gewissen Anspruch. 
Vielleicht war es das, was mir mehr Zeit gekostet hat. Denn manchmal ist man so erschöpft von Arbeit und Leben, dass man eher "Candy- Books" lesen möchte. 
Den Begriff "Candy- Books" habe ich geklaut. Leider weiß ich nicht mehr, wer der Wortschöpfer ist. Aber die Zeit ist mit diesem Buch gut investiert.




Mit vielen Erzählungen aus der Vergangenheit wird die Geschichte des Protogonisten erzählt. Der Zeitwechsel war demnach wirklich passend und keinesfalls störend. Den Ideenreichtum in Bezug auf die Geschichte der Figuren und der Auflösung des Geheimnisses fand ich wirklich toll. Vielleicht finde ich noch demnächst ein besseres Wort als "toll". 

Kuni schließt man spätestens in der Mitte des Romans ins Herz und gegen andere entwickelt man eine Abneigung, die man nicht erwartet. 
Martin Suter hat gekonnt eine verzwackte Geschichte konstruiert, deren Schicksal einen nicht zu schnell loslässt.

Seine Krankheit ist für ihn eine Reise in die Vergangenheit.
Vom Autor gekonnt dargestellt...

Ich werde definitiv noch mehr Bücher des Autors lesen. Nur nicht mehr zum SUB- Abbau! Man sollte sich Martin Suter nicht aufzwingen, sondern sich mit seinen Texten belohnen!

Martin Suter hat sich seinen guten Ruf in der Literaturszene definitiv verdient! 




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Danke, Kleckse! <3