Montag, 11. Mai 2015

"Maus I- die Geschichte eines Überlebenden von Art Spiegelman



Preis: 6,45 €

Broschiert: 159 Seiten

Verlag: Rowohlt, Reinbek (1998)

Sprache: Deutsch

ISBN-13: 978-3498062330



















26. Ein Graphic Novel
Hallöchen!

Ein Deutschlehrer hat uns mal diesen Comic empfohlen. "Dann muss er ja gut sein", dachte ich mir und bestellte ihn nach kurzer Recherche für meinen Stiefvater als Geburtstagsgeschenk. Dass er sich dann auch kurz darauf den zweiten Band dazu geholt hatte, sagte für mich einiges aus. Weil das Thema für mich schon stark durchgekaut ist, hab ich es nie gelesen. Bis jetzt.
Ich wollte für die Popsugar Challenge einen besonderen Comic lesen. Da bietet sich ja "Maus" sehr offensichtlich an, oder was meint ihr?




Art Spiegelman beschreibt innerhalb seines Comics den Leidensweg seines Vaters als Jude in Polen innerhalb seines zweiten Weltkriegs.


Ereignis und Erinnerung des Holocaust wird als Fabel geschildert.


Innerhalb von schwarz/weiß- Bildern werden unter anderem Juden als Mäuse, Nazis als Katzen und Polen als Schweine dargestellt. 





Der erwachsene Art (passender Name für einen Zeichner übrigens) lässt sich von seinem Vater zum ersten Mal alles aus seiner schwersten Vergangenheit erzählen. 

Alle Erinnerungen aus der Nazizeit, die der alte Spiegelmann direkt miterleben musste, sollen innerhalb eines Comics eingefangen werden und dem Sohn zum Durchbruch verhelfen. 

Der Vater lebt mittlerweile mit seiner zweiten Frau zusammen. Während der Geschichte beschwert er sich immer wieder über diese und trauert seiner ersten Frau Anja nach. Arts Mutter Anja lernte er vor dem Krieg in Polen kennen. 

Dort beginnt auch die eigentliche Geschichte.

Arts Vater erzählt, wie er von Anjas wohlhabender Familie aufgenommen wurde, sich eine eigene Fabrik aufgebaut hatte und diese dann auch verlor, wie seine Frau nach der Geburt des ersten Sohnes in Depressionen verfiel und die Deutschen nach Polen kamen.

Er wurde bald eingezogen und als Kriegsgefangener gehalten. Nach seiner Freilassung fing das Grauen aber erst richtig an. Die Familie wurde auseinander gerissen, seinen Sohn verlor er und sie mussten von einem Versteck ins nächste flüchten. Immer mit Todesangst und viel Hunger.

Arts Vater hat das nie ganz überwunden, was der Sohn auch innerhalb des Comics gut herüberbringt.


"Nicht Verniedlichung oder gar Verharmlosung ist die Absicht der gewählten Form, sondern Konzentration auf das Wesentliche, Verallgemeinerung und Erzielung einer umso größeren Schockwirkung durch die Verwendung des populären Mediums."[Klappentext]







Durch die Zeichnungen sind nicht nur Geschehnisse, sondern auch Gefühle sehr anschaulich verewigt.

Dass der Autor einen Publitzer- Preis bekommen hat, versteht man nach den ersten Seiten. Wenn man die Graphic Novel liest, ist es fast so, als würde der gebrechliche Mann vor einem sitzen und mit seinem gebrochenen Deutsch über seine schwere Vergangenheit erzählen. Die Beziehung zwischen Sohn und Vater, sowie zwischen Vater und Stiefmutter, sind nicht das Einzige, das sehr realistisch geschildert wird.

Auch die Ängste der Juden (vor Ausschwitz, den Nazis und der Aussichtslosigkeit) und der Polen (davor, erwischt zu werden, wenn sie Juden aufnehmen) sind greifbarer, als sie es in einem fortlaufendem Text ohne Illustrationen wären.



Wer sich für das Thema interessiert und Graphic Novels mag, sollte es mal damit versuchen!!

Eure Sara

Kommentare:

  1. Hallöchen Sara,

    wusste gar nicht, dass der Comic auch auf Deutsch erschienen ist,
    hmm dann könnte ich den doch glatt endlich mal mir kaufen und lesen.
    Bin gespannt, wie mir die Umsetzung der Thematik gefällt.

    Liebe Grüße Sarah
    http://booksonpetrovafire.blogspot.de/

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  2. Hey Sarah ;-)

    Da bin ich doch auch gespannt!! Viel Glück ;-) (schau mal bei dir vorbei!! )

    LG, Sara

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Danke, Kleckse! <3