Sonntag, 3. Mai 2015

"Das Rosie- Projekt" von Graeme Simsion (LANG&AUDIO)


Preis: 18,99 €

ISBN: 978-3810519511

GEB: 352 Seiten

Verlag: FISCHER Krüger; Auflage: 11 (20.12.2013)

Übersetzung: Hahn, Annette

  • Originaltitel: The Rosie Project


!!!MIT AUDIO!!! 


[was ihr da hört, ist die Spülmaschine...aber anders ging es leider nicht ;-) ]


Seid gegrüßt! 

Kein "hallöchen" - denn so würde "Don Tillmann" keinen grüßen. Jedenfalls nicht zu Anfang des Buches, das im Fischer Verlag erschienen ist. 

Ich probiere, ausführlichere Rezensionen zu schreiben. Als Inspiration habe ich diverse Blogs benutzt. Ich persönlich rede und schreibe zwar normalerweise viel, wollte aber meine Rezis eigentlich knapp halten, da ich solche lieber lese. Solche, die einem nicht zu viel vorweg nehmen. Aber was zählt das? Bevor ich das "Buchblog- schreiben" für mich entdeckt habe, habe ich sogar vermieden, die Klappentexte zu lesen, weil ich Angst hatte, dass sie mir zu viel über den Inhalt verraten würden! Oh weh! Aber mir macht das bloggen sehr viel Spaß. Ich bin erst seit Februar dabei und will es noch viele Monate weiter machen. Also kritisiert mich gerne weiterhin, damit ich auch etwas lerne! 


INHALT

Don Tillmann ist Genetiker und nach eigener Aussage sozial relativ inkompetent. Trotzdem sehnt er sich nach einer Ehefrau. Er entwickelt einen Fragebogen, um die perfekte weibliche Lebensbegleiterin zu finden. Sie soll gerne Niere essen, intelligent sein, gesund leben und zuverlässig sein. Dann trifft er auf Rosie. Vegetarierin (Pescetarierin!), "Barfrau", Raucherin und ist oft unpünktlich. Und sie stellt sein so stark strukturiertes Leben auf den Kopf.


HANDLUNG

Don hat genau zwei Freunde, die auch noch miteinander verheiratet sind. Claudia und Gen, beide Akademiker. Der Wissenschaftler der Genetik arbeitet als Professor an einer Universität, wo er eher nur gedultet wird. 
Von einer ehemaligen Freundin inspiriert, entschließt er sich, eine Ehefrau zu suchen. Eine komplizierte Angelegenheit. Er meldet sich in Single- Börsen an und besucht entsprechende Veranstaltungen. 

Ein "Ehefrauen- Fragebogen" soll die Sache beschleunigen. 
Als sein bester Freund Gen ihm Rosie in das System schleust, ist der Single nicht all zu sehr begeistert, da die Kandidatin nicht dem Ideal entspricht. Ganz im Gegenteil. 
Er bleibt aber dann noch mit ihr in Kontakt, da sie für ihn eine Aufgabe hat. Er darf ihr helfen, mit Vaterschaftstests ihren Vater zu finden. Er verbringt viel Zeit mit der Bardame, die doch so viel mehr ist, als er zu anfang glaubt. Sie zeigt ihm, dass es gar nicht so schlecht ist, wenn man mal etwas Neues ausprobiert und sich ein bisschen der Gesellschaft anpasst. 

Um an die DNS der verschiedenen Vaterschaftskandidaten zu kommen, müssen sie sehr kreativ sein. Unter dem Deckmantel einer Asperger-Studie, mit dessen ursprünglichen Kandidaten sich Don übrigens gut identifizieren kann (wen wundert es?), knappern sie einem nach dem anderen ab. 

Da einer der Männer in New York wohnt, müssen die beiden dorthin fliegen. Spätestestens an dieser Stelle wird zumindest dem Leser klar, dass für Don die Forschung nicht die einzige Motivation für den Aufwand sein kann...


BEWERTUNG
Das Buch liest sich wie eine Kinokomödie. Die klare Struktur macht das Lesen einfach. Durch die Intelligenz der Rollen und der Thematik im Buch wird die Geschichte anspruchsvoller, als sie es wäre, wenn es irgendwelche Durchschnittsmenschen wären.

Graeme Simsion hat mich die Welt um mich herum vergessen lassen. So soll ein Buch sein! Ein packender Schreibstil, der einen nicht all zu schnell loslässt. Gut, dass meine Umgebung von mir gewohnt ist, dass ich selbst beim Gehen lese. 

Man ist gleich in der Geschichte drinnen und wird nie gelangweilt. 

Das Buch ist besonders in der Mitte spannend, wenn Don anfängt, seine Komfortzone zu verlassen, sich auf Ungewohntes einzulassen und sich Schritt für Schritt- okay..das wäre zuviel gesagt. 

Don Tillmann erinnert viele (und auch mich) stark an Sheldon von THE BIG BANG THEORY. Er lebt in seiner eigenen Welt der Naturwissenschaft und Struktur. Und hat auch genauso wie Sheldon Ticks, die ihn besonders machen. Man gewöhnt sich recht schnell daran, dass er eine andere Sicht der Dinge hat und Wörter wie "Nahrungsaufnahme" zum Alltagswortschatz zählt. Er sagt Dinge so, wie er sie sieht- ohne Rücksicht auf Gefühle. Als er zum Beispiel durch den Hörsaal eine Dame mit "die übergewichtige Frau da hinten" aufruft, musste ich doch laut auflachen. Er meint es nicht böse. Er hat sich einfach nicht all zu sehr die gesellschaftlichen Normen angeeignet. Aber das ändert sich im Laufe der Geschichte. Anstatt dass er dadurch Charme verliert, gewinnt er welchen. Nicht, weil er attraktiver wird, oder verschiedene tolle Fähigkeiten& Fertigkeiten zeigt, wie über Nacht der perfekte Barmann werden zu können...., sondern, weil er einfach sich so sehr anstrengt und dabei irgendwie süß wirkt! Don Tillmann habe ich im Laufe der Geschichte also lieb gewonnen. Seinem besten Freund Gen würde ich seine beste Freundin Claudia als Gesprächspartner bevorzugen. Ich mag es einfach nicht, wie er manche Frauen als Objekte ansieht.

Den Sheldon- Fans kann ich also auf jeden Fall das Buch empfehlen!  Aber nicht nur ihnen. Wer mal wieder ein nettes Buch mit klarer Struktur lesen möchte (passend zum Protagonisten), das einen unterhält, aber nicht verblödet, liegt mit dem Buch richtig!

Ich habe gut gelacht!
Finde den Ausgang der Geschichte gut, frage mich aber, ob dann ein zweiter Band wirklich noch von Nöten ist. Aber das werde ich ja dann sehen...


Habt ihr das Buch schon gelesen? Hättet ihr einen "echten" Don genommen? Ich meine nicht den Don, der sich über sich selbst lustig macht, damit es andere nicht all zu sehr machen. Sondern den, der sich einfach nicht in die Gesellschaft eingliedern kann und viele Eigenarten hat, die stark nerven können...
Und wie findet ihr meine neue Art des bloggen? 
Ich bin ja immer noch am Anfang und freue mich über euer Feedback!

Eure Sara

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Danke, Kleckse! <3